November 16th, 2008
So langsam sollte ich mich daran gewöhnen wieder öfter den Mittwochsfilm der ARD anzuschauen und sei es erst am Sonntag Vormittag bei der x-Wiederholung auf EinsFestival. Sklaven und Herren war mal wieder ein sehr unkonventioneller Film, der eigentlich komplett unpassend für die Primetime ist. Im Prinzip dreht sich in der Handlung um den obercoolen Typen (Yogi) der Schule, der sich selber als Herren bezeichnet und andere Schüler als seine Sklaven bezeichnet. Diese zwingt er (mittels psychischer Gewalt) zu Missetaten. Beispielsweise muss Klaus vom Schuldach auf den Lehrer Pinkeln oder eine Kamera in der Mädchenumkleide zu installieren. Als Tina herausfindet, dass ihr Bruder Klaus Sklave von Yogi ist bietet sie sich an seiner statt als Sklavin an. Das Angebot nimmt Yogi dankend an, mit der Einschränkung den Klaus auch weiterhin als Sklaven zu halten. Eigentlich nimmt sie die Sache nicht wirklich ernst und merkt erst zu spät ich welchen Teufelskreis sie sich begeben hat. Auch von ihr die angedachte Rache kommt auch nicht zu wirklich zustande. Aber zum “Glück” kommt am zumindest die Gerechtigkeit des Lebens wieder auf Yogi zurück und er wird von anderen Herren ein wenig verdroschen. Aber im Prinzip ist das kein Happy End, denn am Ende haben alle verloren und die Welt liegt in Schutt und Asche.
Zwar war die Handlung für mich insgesamt etwas unrealistisch und zu abgehoben, aber dennoch hat deren Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen gerade das besondere beim Schauen ausgemacht. Was ich übrigens auch höchst anschaulich fand war die Szene in der Tina in der Badewanne liegt und seifenblasen bläst. Hat zwar fast nichts zur Handlung beigetragen aber war ein sehr schönes bild wie der sich hebende und senkende Brustkorb immer immer die Umrisse der Brüste freigab und gleich wieder verschwinden lässt. Das war jetzt nicht mal so wegen der Erotik spannend, sondern einfach weil sich die meisten Filme nicht die Zeit gönnen mal einen Augenblick zu verweilen.