Glühweinjunkies

Raul Montanari – Das letzte Experiment

November 30th, 2006

Das letzte Experiment. Sonderausgabe.Endlich mal ein Buch mit einer simplen Handlung. Ein Mann beschließt in 10 Tagen zu sterben und in den Tagen bis dahin noch einmal so richtig das Leben zu genießen indem er ein Flaschenschiff baut und seine bisher unerfüllten sexuellen Phantasien auslebt.
Die Handlung steht bei dem Buch tritt in Anbetracht der großen atmosphärischen Spannung sowieso in den Hintergrund. Da gibt es die intensiven Beschreibungen der vielfältigen sexuellen Phantasien und Liebesspiele. Dazu kommt noch eine große Ungewissheit, die Hauptperson bleibt größtenteils ein Rätsel. Sein Name bleibt ebenso verborgen wie Details über die psychische Erkrankung unter der er leidet. So bleibt man im ungewissen ob der Verfolgungswahn und der geschilderte Polizeistaat nur ein Produkt der Einbildung oder Real ist. Und durch die vielen vagen Andeutungen generiert das Buch eine unheimliche Spannung, man folgt jedem Detail versucht es in den Gesamtzusammenhang einzuordnen und sich daraus ein Bild zu machen. Ein wirklich sehr kurzweiliges und anregendes Lesevergnügen.

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Bundesvision: Jenna+Ron – Jung und Willig (Sachsen-Anhalt)

November 29th, 2006

Das Geschwisterduo hatte bereits vor einiger Zeit mit dem powerpoppigen Mittendrin bereits von sich reden gemacht, kann aber prinzipiell als unbekannte Band betrachtet werden für die der BuViSoCo eine gute Bühne ist um sich zu zeigen und neue Fans zu überzeugen. Die Beiden repräsentieren übrigens mein Heimatbundesland und schon allein deshalb solltet ihr für sie stimmen :-) .
Beim Hören von Jung und Willig wäre ich nie drauf gekommen, dass es sich um die gleiche Band wie bei Mittendrin handelt. Die Beiden haben sich wirklich gründlich neu erfunden. Das neue Lied überzeugt mich doch sehr. Im Mittelpunkt steht eindeutig der Rhythmus, der das Ganze doch sehr dominiert und damit ein wenig an die Kaiser Chiefs erinnert. Nicht minder prägend ist das Pfeifen am Liedanfang bei welchem es schwer ist nicht gleich mitzupfeifen und welches sicher ähnlich kultverdächtig wie das von Wind Of Change ist. Auch die Stimmen passen wirklich gut und runden den ohnehin guten Eindruck noch weiter. Vor mir gibt es zwei nach oben gerichtete Daumen, ein Vertreter für mein Bundesland mit welchem ich mich sehr anfreunden kann, auch wenn es wohl maximal ein Platz im Mittelfeld wird.
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Bundesvision Song Contest 2007

November 28th, 2006

Wie ich gerade bei Quotenmeter sehe gibt eine Teilnehmerliste für den Bundesvision Song Contest 2007. Und ich bin gespannt, denn es gibt wie in den letzten Jahren wieder eine Mischung aus großen Namen, weniger erfolgreichen etablierte Künstlern und völlig unbekannten Namen. Auch scheinen wieder viele Stilrichtungen vertreten zu sein die einen großartigen Abend versprechen dürften. Klar ist, dass sicher wieder einer der großen Namen den Sieg holen wird, welcher ist allerdings noch vollkommen offen. Für die Kleinen ist es trotzdem eine wunderbare Bühne sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Hier die Liste der Teilnehmer:

Bundesland Band Lied
Baden-Württemberg Tele Mario
Bayern ANAJO feat. Suzie Kerstgens Wenn du nur wüsstest
Berlin Mia Zirkus
Brandenburg Beatplanet Dreh Dich um und geh
Bremen Lea Finn Ich weiß und du weißt
Hamburg Jan Delay Feuer
Hessen D-Flame Mom Song
Mecklenburg-Vorpommern Melotron Das Herz
Niedersachsen OOMPH! feat. Marta Jandová Träumst Du?
Nordrhein-Westfalen Pohlmann Mädchen und Rabauken
Rheinland Pfalz Kalle feat. M.A.R.S. Allstars Aber Nice
Saarland B-Stinged Butterfly Liebe
Sachsen Manja Es ist die Liebe
Sachsen-Anhalt Jenna+Ron Jung und Willig
Schleswig Holstein Kim Frank Lara
Thüringen Northern Lite feat. Chapeau Claque Enemy
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ATC – Around The World

November 28th, 2006

Dank meines Elefantengedächtnisses kann ich einige Lieder mit bestimmten Erinnerungen verbinden. Aber nur selten kann ich mich daran erinnern wann ich es zum ersten Mal gehört habe. Bei diesem Klassiker weiß ich es allerdings noch. Es war der Sommer 2000, ich war jung und Zivildienstleistender. An einem meiner freien Tage war ich mit zwei Freunden am Seeland unterwegs als uns der Regen überraschte, setzten wir uns in den Opel Vectra und fuhren auf den Parkplatz des nahe gelegenen Supermarktes auf dem es auch eine Dönerbude gab. Da es aber zu stark regnete beschlossen wir im Wagen zu bleiben und etwas Spaß zu haben. Auch wenn die Scheiben beschlagen waren taten wir doch nichts moralisch verwerfliches, sondern redeten über Gott und die Welt und amüsierten uns über diejenigen, die im strömenden Regen zum Auto hetzten. Im Hintergrund lief der Radiosender Sputnik. Und da lief dann das Lied mir noch vollkommen unbekannt, meine Beifahrer kannten es bereits. Simple Melodie, billiger Text aber eingänglich und hitverdächtig. Und es Wurde tatsächlich der Hit des Sommers. Nicht zu unrecht wie ich betonen möchte.
Video | Text | Wikipedia

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ganz einfach nachrüsten

November 27th, 2006

Im Morgenmagazin Volle Kanne gibt es ein großes Special zum Thema Computervernetzung. Wie so üblich gibt es einen Experten der der Moderatorin mit klugen Antwort zur Seite steht. Ist auch besser so, denn wenn die Moderatorin zur Expertin wird, kann es schon mal solche Aussagen geben:

Es gibt Rechner, die haben noch kein Wireless Lan. Das kann man ganz einfach nachrüsten per Bluetooth.

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Sabine Christiansen – Randale, prügeln, “ballern” – was tun gegen die Gewalt?

November 26th, 2006

Bereits am Montag war klar welches Thema bei der Populärpolittalk diese Woche wohl Mode sein wird. Im heutigen Rededuell zu Gast: 2 Politiker, ein erfolgloser Schauspieler, eine Bestsellerautorin (aber nicht zu Thema Gewalt) sowie jemand vom Förderkreis des Gutenberg-Gymnasiums. Das sind allesamt Menschen, die Dicht am Thema dran sind. Als Studiogäste geführt sind ein Counterstrike-Spieler, ein Sozialarbeiter und ein Berater für Seniorensicherheit. Die wären sicher wesentlich besser als Talkgäste.
Ich fasse mal mit eigenen Worten zusammen:
Der Erfurter beginnt und schildert wie wichtig Schulpsychologen sind, aber vor dem in Erfurt Attentat leider der Psychologe abgezogen wurde.
Frau Fröhlich will die Killerspiele verbieten, da 5% der Bevölkerung dadurch aggressiv werden. Die Ganztagsschule wäre eine gute Lösung, da männliche Hauptschüler 5 Stunden am Tag vor Fernseher und Computer hängen.
US-Experte Ralf Möller sagt ohne umschweife dass er auch Killerspiele verbieten will und referiert dass die Eltern Schuld sind weil die Eltern verwahrlosen. Frage war übrigens was in den USA anders ist, was aber mit einem nichts sagenden Halbsatz abgetan wurde.
Jetzt fragt Frau Christiansen den Hamburger, warum die Polizei nicht merkt wenn jemand ein Amoklauf ankündigt. Der kann nicht anders und meint das Umfeld muss so etwas aufdecken. Und er schwenkt, dann ab das unabhängig von Emsstätten die geseigerte Gewalt das Problem ist und er bereits seit 2002 versucht dagegen anzukämpfen.
Ins gleiche Horn stürmt auch Herr Lemke ein, die Ballerspiele sind nur ein Nebenkriegsschauplatz, Morde und Gewalt gab es auch vorher. Und Ursache der Gewalt sind vielfältig …
Frau Fröhlich fällt ihm ins Wort. Gewalt in Nachrichten ist nicht schlimm, da man sie da nur passiv konsumiert. Ganztagsschulen mit verantwortlichen Pädagogen sind der Weisheit letzter Schluss.
Der Erfurter stimmt Frau Fröhlich zu, dass an den Schulen was passieren kann wenn man endlich Psychologen einsetzt.
Jetzt schreitet Ralf Möller ein. In den USA engagiert sich die Wirtschaft frühzeitig für die Jugend und zeigt ihnen Zukunftschancen auf. Geschickter Verweis auf Klinsmann “Und wir wären fast Weltmeister geworden.
Lemke:” Wir fangen uns in Deutschland viel zu spät an uns um Kinder zu kümmern”.
Jetzt schaltet sich Christiansen ein und kündigt einen völlig themenfremden Einspieler zu Counterstrike an. Gezeigt wird ein Zusammenschnitt verschiedener Szenen in denen dauerhaft geballert wird, jeder Spieler weiß, dass man nur mit überlegten Waffeneinsatz spielt.
Darauf die Frage:”Kann man solche Spiele überhaupt überbieten”
Jetzt geht mir die Fröhlich wirklich auf den Senkel. Jedes Mal führt sie Fakten auf und verweist, dass diese durch Studien belegt wurde durch Nebensätze wie “Sagt jede Studie von klugen Kriminologen”.
Der Erfurter greift beschwichtigend ein. Counterstrike ist nach Ansicht vieler ein Strategiespiel. Erstmals spontaner Applaus aus dem Publikum.
Ich denke ihr habt einen groben Eindruck gewonnen wie es Abläuft. Da sich die Argumente sowieso wiederholen machen ich mal Schluss.

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Winston Groom – Forrest Gump

November 26th, 2006

Forrest GumpWohl jeder jeder kenne ich den Film, aber vielen wird es wie mir gehen aber bis vor kurzem wusste ich nicht, dass es eine Buchvorlage gibt. Die Geschichte ist schnell erzählt. Forrest Gump, geistig nicht ganz auf der Höhe, zieht durch die Welt und wird dabei immer wieder skurrilste Abenteuer, teils weltpolitische Ereignisse hereingerissen. Anfangs geht es meist gut, aber es endet immer in einer Katastrophe. Aber Forrest macht davon einfach unbekümmert weiter.
Der Film Forrest Gump zählt zu meinen absoluten Lieblingen und ich war nach 2 positiven Erwähnungen sehr gespannt auf das Buch. Aber mit dem Film im Hinterkopf geht man doch mit einer falschen Erwartung an das Buch heran. Zwar sind Hauptperson und auch einige Handlungsstränge identisch, aber von der vermittelten Stimmung trennen beide Versionen Welten. Ich fand den Film so herrlich deprimierend, das Buch wirkte auf mich ein wenig wie die Käpt’n Blaubär. Ein einfacher Junge erlebt unglaubliche Abenteuer. Anders als im Film Geschichten sind dabei nicht so dramatisch überspitzt und eher auf Unterhaltung angelegt. Besonders die ersten Seiten hatte ich so sehr den Film im Hinterkopf, dass keine wirkliche Lesefreude aufkam. Erst mit der Zeit hat man sich an den Buch-Forrest gewöhnt und kann sich erst dann so wirklich in das Buch fallen lassen.
Zum Anfang fand ich das Buch doch eher schwach, sei es durch die grausame Rechtschreibung oder durch die ganz falsche Erwartungshaltung. Mir ging es so, dass je weiter ich im Buch fortschritt desto mehr gefiel mir das Buch und so verschlang ich das Ende geradezu.

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Frag doch mal die Maus

November 26th, 2006

Bei Jörg Pilawa-Abendshows in der ARD heißt es normal ganz weit reiß aus zu nehmen. Aber im Kreis der Familie ist es das geringste Übel auf welches man sich einigen kann. Und es war doch besser als erwartet. Zwar gab es ein vollkommen sinnfreies Punktesystem, die Gastpromis fand ich auch eher durchschnitt trotzdem war es eine ganz gute Unterhaltung. Highlight war wohl die unschuldige Frage aus Kindesmund, ob Pupse ebenso wie Atem bei kaltem Wetter sichtbar werden. Moralisch bedenklich fand ich, dass 80 Kinder dazu missbraucht wurden ein grünes Naturprodukt in Akkordarbeit in kleine Plastiktüten abzufüllen. Würde mich interessieren, ob die Tüten bald irgendwo zu kaufen sind.

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Michael Ondaatje – Der englische Patient

November 23rd, 2006

Michael Ondaatje – Der englische PatientAls Filmmuffel war mir der mit 9 Oscars prämierte Film zwar vom Namen ein Begriff, aber ich hatte keine Ahnung worum es geht. Ideale Voraussetzung um sich die Romanvorlage zu Gemüte zu führen.
Im Buch treffen 4 Personen aufeinander und bilden im Sommer 1945 eine Schicksalsgemeinschaft, die an den Folgen des zweiten Weltkrieges und der verschiedenen Lebensgeschichten knabbert. Da wäre Hana, Anfang 20, voller Euphorie aus Kanada nach Europa gekommen um im Krieg als Krankenschwester zu dienen. Kip, ein Inder im Dienst der britischen Armee, David, ein Freund von Hanas Vater, ein Spion und Dieb, sowie ein geheimnisvoller englischer Patient, der von Hana aufopferungsvoll gepflegt wird. Hinter jedem steht eine dramatische Geschichte, die durch Rückblenden erzählt wird.
Ich muss zugeben, dass ich ziemlich hohe Erwartungen an das Buch hatte und nach dem ersten Kapital waren diese auch erfüllt. Aber mit zunehmendem Fortschritt las sich das Buch für mich immer schwerer. Die bildhafte Beschreibung wich immer mehr einer komplexen Symbolik und Metaphorik. Auch war mir persönlich das Buch von der Stimmung her zu düster, beinahe depressiv. Auch wenn es wahrscheinlich gut die Gefühlswelt der einsamen, hoffnungslosen, vom Krieg ausgemergelten Seelen widerspiegelt so entspricht es doch nicht unbedingt dem was ich gerne Lese. Ganz verteufeln möchte ich das Buch trotzdem nicht, so liefert es einen interessanten Einblick in die Kriegszeit und ist ein Buch in dem man wirklich herrlich mitdenken kann.
Wikipedia: Autor | Buch | Film

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Big, Bigger, USA – Fernsehen in 3D?

November 23rd, 2006

Die bereits seit langem angekündigte Programmwoche Big, Bigger, USA bei Kabel 1 ist endlich da. Das besondere: die USA-Berichterstattung findet in 3D statt. Alles was man zum 3D-Genuss braucht ist eine 3D-Brille, die einer Fernsehzeitschrift beiliegt.
In den vergangenen Jahren gab es ja schon des öfteren 3D-Specials, aber die Technik hat sich nie durchgesetzt. Ich kann mich noch gut an die erste Aktion dieser Art erinnern. Damals hatte RTL die Idee sien Programm in 3D auszustrahlen und halb Deutschland war im 3D-Fieber. Die Brillen gab es damals beim Optiker und waren in Windeseile vergriffen. Und bei uns zu Hause saß die ganze Familie vorm Fernseher und ließ die Brille umhergehen, da wir nicht genügend ergattern konnten. Aber wirklich lange wanderte die Brille nicht umher, da sich schnell Ernüchterung breit machte, denn niemand sah wirklich einen 3D-Effekt.
Ich wette bei Kabel 1 sieht man ebensowenig 3D wie damals bei RTL.

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