November 26th, 2006
Bereits am Montag war klar welches Thema bei der Populärpolittalk diese Woche wohl Mode sein wird. Im heutigen Rededuell zu Gast: 2 Politiker, ein erfolgloser Schauspieler, eine Bestsellerautorin (aber nicht zu Thema Gewalt) sowie jemand vom Förderkreis des Gutenberg-Gymnasiums. Das sind allesamt Menschen, die Dicht am Thema dran sind. Als Studiogäste geführt sind ein Counterstrike-Spieler, ein Sozialarbeiter und ein Berater für Seniorensicherheit. Die wären sicher wesentlich besser als Talkgäste.
Ich fasse mal mit eigenen Worten zusammen:
Der Erfurter beginnt und schildert wie wichtig Schulpsychologen sind, aber vor dem in Erfurt Attentat leider der Psychologe abgezogen wurde.
Frau Fröhlich will die Killerspiele verbieten, da 5% der Bevölkerung dadurch aggressiv werden. Die Ganztagsschule wäre eine gute Lösung, da männliche Hauptschüler 5 Stunden am Tag vor Fernseher und Computer hängen.
US-Experte Ralf Möller sagt ohne umschweife dass er auch Killerspiele verbieten will und referiert dass die Eltern Schuld sind weil die Eltern verwahrlosen. Frage war übrigens was in den USA anders ist, was aber mit einem nichts sagenden Halbsatz abgetan wurde.
Jetzt fragt Frau Christiansen den Hamburger, warum die Polizei nicht merkt wenn jemand ein Amoklauf ankündigt. Der kann nicht anders und meint das Umfeld muss so etwas aufdecken. Und er schwenkt, dann ab das unabhängig von Emsstätten die geseigerte Gewalt das Problem ist und er bereits seit 2002 versucht dagegen anzukämpfen.
Ins gleiche Horn stürmt auch Herr Lemke ein, die Ballerspiele sind nur ein Nebenkriegsschauplatz, Morde und Gewalt gab es auch vorher. Und Ursache der Gewalt sind vielfältig …
Frau Fröhlich fällt ihm ins Wort. Gewalt in Nachrichten ist nicht schlimm, da man sie da nur passiv konsumiert. Ganztagsschulen mit verantwortlichen Pädagogen sind der Weisheit letzter Schluss.
Der Erfurter stimmt Frau Fröhlich zu, dass an den Schulen was passieren kann wenn man endlich Psychologen einsetzt.
Jetzt schreitet Ralf Möller ein. In den USA engagiert sich die Wirtschaft frühzeitig für die Jugend und zeigt ihnen Zukunftschancen auf. Geschickter Verweis auf Klinsmann “Und wir wären fast Weltmeister geworden.
Lemke:” Wir fangen uns in Deutschland viel zu spät an uns um Kinder zu kümmern”.
Jetzt schaltet sich Christiansen ein und kündigt einen völlig themenfremden Einspieler zu Counterstrike an. Gezeigt wird ein Zusammenschnitt verschiedener Szenen in denen dauerhaft geballert wird, jeder Spieler weiß, dass man nur mit überlegten Waffeneinsatz spielt.
Darauf die Frage:”Kann man solche Spiele überhaupt überbieten”
Jetzt geht mir die Fröhlich wirklich auf den Senkel. Jedes Mal führt sie Fakten auf und verweist, dass diese durch Studien belegt wurde durch Nebensätze wie “Sagt jede Studie von klugen Kriminologen”.
Der Erfurter greift beschwichtigend ein. Counterstrike ist nach Ansicht vieler ein Strategiespiel. Erstmals spontaner Applaus aus dem Publikum.
Ich denke ihr habt einen groben Eindruck gewonnen wie es Abläuft. Da sich die Argumente sowieso wiederholen machen ich mal Schluss.