John Perkins – Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia
März 11th, 2010
Spätestens seit der Finanzkrise sollte auch dem Durchschnittsbürger klar sein, dass alle Menschen die mit viel Geld hantieren meist nur auf ihren Profit aus sind. Wer diese These bestätigt wissen will ist mit diesem Buch genau an die richtige Lektüre geraten. Der Autor beschreibt wie er als einfacher BWL-Bachelor eine steile Karriere in einem Beratungsunternehmen macht. Alles was er dazu machen muss ist sehr optimistische Wirtschaftsprognosen für Investitionsprojekte in der dritten Welt zu erstellen, auf deren Basis Kredite vom Internationalen Währungsfonds gewährt werden. Das Geld geht dann an die immer gleichen US-Unternehmen und das Land kann die Schulden nicht mehr zurückzahlen und ist auf ewig abhängig vom Kreditgeber. Mission erfüllt.
Literarisch ist das Buch sicherlich nicht herausragend. Geradezu unglaubwürdig ist wie der Autor beschreibt die ganze Zeit das perfide System durchschaut und verachtet zu haben, aber unlogischweise trotzdem kometenhaft in dem verhassten System aufsteigt. Trotzdem lohnt es sich einen Blick ins Buch zu werfen, zeigt es doch wie böse die Welt in Wirklichkeit ist. Auch werden einige geschichtliche Ereignisse mal aus Sicht der Wirtschaftkolonialimus betrachtet – Sprich wie wirtschaftliche Interessen (der USA) den Lauf der Weltgeschichte beeinflussten. Somit ist das Buch eine gute Anregung die aktuelle Tagespresse mal kritisch zu hinterfragen.





