Februar 18th, 2010
Olympia ist dieses Jahr wirklich gekennzeichnet von verdammt vielen schweren stürzen. Wahrscheinlich nur ein logisches Resultat von Sportlern die (vollkommen) alles riskieren um Gold zu gewinnen und Veranstaltern, die alles tun um das Ereignis unter das Motto höher, schneller, weiter zu erfüllen. Absoluten Respekt muss man im dem Zusammenhang der Schwedin Anja Pärson zollen. Die hatte sich auf einem sicheren zweiten Rang liegend im Zielhang nach einem 60-Meter Sprung richtig brutal abgelegt und beim Stürzen noch eine Torstange mit dem Knie zertrümmert und auch die Beine wurden mehrfach verdreht. Und heute, einen Tag später, steht sie wieder auf den Brettern und stürzt sich todesmutig denselben Berg wieder herunter. Und das obwohl sie wohl solche Schmerzen hatte, dass sie bei manchen Kurven Schmerzensschreie von sich gab. Auch wenn es zu keiner Medaille reichen sollte, verdient dieser Mut absoluten Respekt (und eigentlich auch eine Medaille für Dummheit in den Zustand den Berg runterzufahren). Ich wünsche ihr wirklich von ganzen Herzen noch eine Olympische Medaille, auch wenn ich früher immer ihre große Rivalin Janica Kostelić favorisiert hatte.
Nicht minder Bemerkenswert war gestern übrigens auch die Leistung der Slowenin Petra Majdič. Diese war nach einem Sturz so schwer verletzt (4 Gebrochene Rippen und ein Lungenfellriss), dass nicht mal fliegen darf aber beim Sprintrennen trotzdem eine Bronzemedaille gewonnen hat. Eigentlich müsste man die Medaille nachträglich zuerst vergolden und anschließend mit Diamanten bestäuben.
Schade, dass solche Heldentaten ganz schnell zu Randnotizen verkommen und nur die Goldmedaillen in den Geschichtsbüchern stehen bleiben.